Peppermint Popcorn

Ü40+Ü50 Blog über Lifestyle, Mode, Beauty, Wellness und gesunde Lebensweise

Alles dofollow oder was

| 1 Kommentar

Wie ich an der Zunahme der Kommentartätigket hier im Blog feststellen kann, ist einigen Lesern die kleine Badge in der Sidebar nicht entgangen. Ja, dieser Blog versieht ausgehende Links in Kommentaren tatsächlich nicht mit dem ominösen „nofollow“-Tag. Wer das Dingens bemerkt hat, dem muß an dieser Stelle sicher nicht erklärt werden, was „follow“ oder „nofollow“ bei Links bedeutet. Aber Einigen muß man den Grundgedanken wohl nochmal ein Stück näherbringen.

Die Idee dahinter ist, den Kommentatorinnen und Kommentatoren für ihren hier hinterlassenen Content etwas zurückzugeben. Nämlich einen Backlink, der nicht künstlich entwertet ist. Die ganze Kiste ist also ein Geben und Nehmen.

Damit das irgendwie ausgeglichen ist, müssen beide Seiten, also der Blogbetreiber und der Kommentierende in etwa gleich viel erhalten. Ich fühle mich ja durchaus dem hehren Grundsatz „Geben ist seliger denn Nehmen“ zugetan, doch hat alles irgendwo seine Grenzen. Diese Grenzen scheinen nicht nur hier sondern auch bei einigen anderen Blogs überschritten zu werden, sonst würde Martin nicht die Frage aufstellen, ob das Konzept „DoFollow“ als solches gescheitert sei.

Bevor ich also in einigen Wochen im Zuge eines cholerischen Anfalles den Editor anschmeiße und das Konzept „DoFollow-Blog“ in die Tonne kloppe, führe ich mal kurz aus, wie ich die ganze Sache sehe und was ich gerne als Gegenleistung für einen Dofollow-Backlink hätte.

Dofollow Links aus Blog-Kommentaren

auf peppermintpopcorn.de:

1. Kommentarinhalt

Ich weiß nun wirklich nicht, warum man darüber sprechen muß, aber der Inhalt des Kommentares sollte doch bitte etwas mit dem Blogbeitrag zu tun haben. Wenn der Kommentar dann noch aus mehreren zusammenhängenden Sätzen besteht, dann steigt die Wahrscheinlichkeit einer Freischaltung in Richtung 100%. „Danke für den netten Beitrag“ ist irgendwie etwas dünn für einen dofollow-Backlink. Der meiste sinnlose Quatsch landet erfreulicherweise sowieso im Spamfilter.

Der Deal ist: Ich bekomme relevanten Content und Du einen Link.
Andersrum: Kein relevanter Content -> kein Link

2. Linkziel

Eigentlich ist es mir ziemlich egal, was da unter dem Usernamen verlinkt ist. Das heißt aber nicht, daß ich mir das nicht anschaue. Was ich nun überhaupt gar nicht mag, sind Seiten ohne Impressum oder Shops ohne WRB. No-Go sind außerdem windige Geschäftsideen wie z.B. das übliche „reich werden im Internet“, Spielcasinos, religiöse Spinner oder irgendwelche politische Kisten, die mir nicht in den Kram passen.

Ich möchte übrigens auch lesen können was auf diesen Seiten steht. Dazu muß die Seite in lateinischer oder griechischer Schrift im Browser dargestellt werden. Sie darf sogar in Latein oder Griechisch verfasst sein. Englisch geht natürlich auch, Italienisch oder Spanisch ebenso, mit Französisch fangen die Schwierigkeiten schon an. Bei altägyptischen Hieroglyphen würde ich mir vielleicht aus Spaß noch die Arbeit gönnen, aber arabisch oder kyrillisch? Vergesst es lieber gleich.

3. Linkanzahl

Eigentlich reicht ja wohl ein Link, oder?

Am einfachsten packt Ihr den unter den Benutzernamen, der kein Keyword-Name sein sollte. Wenn Ihr da unbedingt ein Keyword reinpacken wollt, dann bitte wenigstens nicht ganz so plump. Statt „Rasierapparate günstig kaufen“ schreibt doch bitte wenigstens „Rasierer Hans“ (wenn Du Peter heißt, auch gut) oder eben etwas in der Art, ist doch wohl nicht schwer.

Wenn Ihr schön nett seid und Euch Mühe gebt bei Eurem Kommentar, dann dürft Ihr auch mal direkt aus dem Kommentar-Content heraus verlinken. Das ist dann quasi der absolute SEO-Hammer, aber dann muß das Linkziel wirklich zum Beitrag passen. Wenn ich mich beispielsweise wie vor ein paar Tagen über die Eisheiligen auslasse, dann passt da irgendwie kein Content-Link auf USB-Sticks rein. Da hat dann keiner was davon.

Daß ich bei Links aus dem Content den Link hinter dem Benutzernamen rausnehme, versteht sich von selbst, wir wollen es ja nicht übertreiben.

4. Email-Adresse

Je spammiger die Mail-Addy aussieht, umso mißtrauischer werde ich. Du vertraust mir nicht, warum soll ich dann Dir vertrauen?

Mein Fazit zum Thema doFollow

Im Grunde sollten die vier erwähnten Punkte eigentlich selbstverständlich sein. Ich kommentiere zwar auch gerne des Linkes wegen, aber ich käme nie auf die Idee, dann nicht wenigstens ein Minimum an themenbezogenem Content zu hinterlassen.

Wenn jeder im Kopf behält, was er im eigenen Blog erwartet, dann sollte das „DoFollow“-Konzept tatsächlich ein Gewinn für alle Seiten werden.

Autor: Popcorn

Popcorn kümmert sich in diesem Blog um alles, was mit Technik zu tun hat. Redaktionell betreut er Themen mit eher männlichem Bezug. Gefürchtet sind seine ausufernden und teilweise bissigen Kommentare zu aktuellen Themen.

Ein Kommentar

  1. Lieber Popcorn,

    durch Zufall bin ich auf Euer Blog gestoßen und habe mit Interesse deinen Beitrag rund um DoFollow-NoFollow gelesen. Das Thema ist und bleibt spannend. Ich finde: Backlink hin oder her, bei manchen Autoren vergeht schon nach wenigen Zeilen die Lust am Weiterlesen und Kommentieren. Bei diesem Beitrag ist es anders: durch Zufall hier gelandet, habe ich interessante Gedanken und einen lakonisch-präzisen Schreibstil vorgefunden. Das allein motiviert zum Kommentieren, und der Backlink ist nur eine nette Geste. Will sagen – ich hätte auch bei NoFollow mit Sicherheit einen Kommentar hinterlassen. Toller Blog, weiter so!

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